Die Drei Reiche: Warum Chinas beliebteste Geschichte von Misserfolg handelt

Die drei Reiche: Warum Chinas Lieblingsgeschichte vom Scheitern handelt

Niemand gewann

Die Zeit der Drei Reiche (三国 Sānguó, 220–280 n. Chr.) ist die beliebteste Epoche in der chinesischen Geschichte, das Thema von Chinas populärstem Roman und der Schauplatz von mehr Filmen, TV-Serien und Videospielen als jede andere historische Periode. Sie zeigt den brillantesten Strategen (Zhuge Liang 诸葛亮), den umstrittensten Schurken-Helden (Cao Cao 曹操), die romantischste Schwurbruderschaft (Liu Bei 刘备, Guan Yu 关羽, Zhang Fei 张飞) und einige der dramatischsten Schlachten in der Militärgeschichte.

Und sie endet damit, dass alle drei Reiche verlieren. Wei, Shu Han und Wu werden alle von der Jin-Dynastie (晋朝 Jìn Cháo) absorbiert — eine Dynastie, die nicht von irgendeinem der großen Helden gegründet wurde, sondern von den Nachkommen von Sima Yi (司马懿), einem vorsichtigen Strategen, der alle anderen überlebte.

Das ist, ohne Zweifel, der Punkt.

Die Geschichte

Die Drei Reiche entstanden aus dem Zusammenbruch der Han-Dynastie (汉朝 Hàn Cháo, 206 v. Chr. – 220 n. Chr.), einer der größten 朝代 (cháodài) — Dynastien Chinas. Die Gelbhaaraufstände von 184 n. Chr., kombiniert mit Hofkorruption und 宦官 (huànguān) — Eunuchen — Einfluss, zerschlugen die zentrale Autorität. Regionale Warlords füllten das Machtvakuum.

Nach Jahrzehnten des Krieges kristallisierten sich drei Machtzentren heraus. Cao Caos Wei (魏) kontrollierte den wohlhabenden und bevölkerungsreichen Norden. Liu Beis Shu Han (蜀汉) hielt das defensiv, aber ressourcenarme Sichuan-Becken. Sun Quans Wu (吴) dominierte die Südostküste und das Yangtze-Delta.

Die Schlacht von Roten Klippen (赤壁 Chìbì, 208 n. Chr.) — bei der Feuerschiffe Cao Caos Marine zerstörten — verhinderte die nördliche Eroberung des Südens und fixierte die Dreiteilung. In den nächsten sechzig Jahren kämpften, intrigierten und erschöpften sich die drei Reiche, ohne dass eines einen entscheidenden Vorteil erzielen konnte.

Die Tragödie von Zhuge Liang

Der emotionale Mittelpunkt der Geschichte ist Zhuge Liangs unmögliche Mission. Nach Liu Beis Tod im Jahr 223 n. Chr. regierte Zhuge Liang Shu Han als Regentschaft für Liu Beis mittelmäßigen Sohn Liu Shan und startete fünf nordwärts gerichtete Expeditionen (北伐 Běifá), um das verlorene Han-Herzland zurückzuerobern.

Jede Expedition scheiterte. Shu Han war einfach zu klein — etwa ein Zehntel der Bevölkerung von Wei — um einen Abnutzungskrieg zu gewinnen. Zhuge Liangs Genie konnte Schlachten gewinnen, konnte aber grundlegende demografische und wirtschaftliche Nachteile nicht überwinden. Er starb 234 n. Chr. während der fünften Expedition, 53 Jahre alt, erschöpft von Überarbeitung und dem Gewicht eines unmöglichen Versprechens.

Seine Todesszene — eine Kerze, die in einem Militärzelt erlischt, die letzte Hoffnung auf die Wiederherstellung der Han stirbt mit ihr — ist der traurigsten Moment in der Romantik der Drei Reiche (三国演义 Sānguó Yǎnyì). Die 科举 (kējǔ)-ausgebildeten Gelehrten, die den Roman seit Jahrhunderten lasen und lehrten, erkannten die Tragödie: der brillianteste Mensch seiner Zeit, der der gerechtesten Sache diente, wurde von Umständen besiegt, die kein Talent überwinden konnte.

Warum das Nichtsgewinnen der Punkt ist

Die Romantik der Drei Reiche beginnt mit einem berühmten Satz: "Das Reich, lange geteilt, muss sich vereinen; lange vereint, muss es sich teilen" (天下大势,分久必合,合久必分). Dies ist nicht nur eine historische Beobachtung — es ist

Über den Autor

Geschichtsforscher \u2014 Historiker für chinesische Dynastiegeschichte.

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